Freitag, 19. April 2019:

Gott hat mich wachsen lassen in dem Lande meines Elends.
1.Mose 41,52

Einer der Übeltäter, die am Kreuz hingen, sprach: Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst! Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.
Lukas 23,42-43

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Heute. mit Jesus. leben.
Jeder will was von uns.


Die Schule, der Job, der Arbeitgeber, ja die Medien und Parteien, alle wollen unsere Zeit, unser Geld, unsere Aufmerksamkeit und unsere Lebenskraft. In den Familien reicht die Kraft manchmal nicht mehr für ein Gespräch, um die Wünsche und Termine abzustimmen, oder auch einfach nur einander zuzuhören. Jeder will was von uns. Am Ende auch Gott? Nicht erst am Ende. Schon von Anfang an. "Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein". So können wir die Taufe verstehen. So können wir spüren, Gott sucht unsere Beziehung von Anfang an. Ja auch er will was von uns. Nicht nur unsere Arbeitskraft oder irgendeine Leistung, er will unser Herz gewinnen. Gott ist nicht bescheiden. Er ist nicht am Rande des pulsierenden Lebens, sondern mittendrin. Lediglich wir haben in unserer Vorstellung Gott, Glaube und Kirche an den Rand gedrängt. Also dahin wo wir dachten, da stören sie nicht. Da haben wir unsere Ruhe. Und das Gegenteil ist der Fall. Um Ruhe zu finden, schalten Manager die Smartphones aus und gehen pilgern, da verziehen sich junge Frauen in Klöster und junge Männer in einsame Outdoor-Erlebnisse, oder andersrum. Die Suche nach Einkehr, nach der inneren Mitte hat zugenommen. –Weil jeder etwas von uns will. Jesus bietet sich selbst an Mittelpunkt des Lebens zu werden. Er kommt von Gott. Er umfasst Anfang, Ende und Ziel. Er sagt: Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. (Matth 28, 20). In dieser Zusage verspricht er mit uns unterwegs zu sein. Er ist nicht tot. Er ist auferstanden und lebt. Ihm ist es nicht egal, wie es uns geht. Er ist bei uns. Dieses Jesusversprechen gibt uns einen Standpunkt, wenn wir es annehmen und glauben. Und so gilt vor allen anderen Ansprüchen an unser Leben, dass wir Jesus Christus gehören. WWJD heißt eine Aktion, - Was würde Jesus tun? (What Would Jesus Do). Mit dieser Frage werden wir auf ihn hin ausgerichtet leben. Alle, die an uns herumzerren, können wir von dieser Frage her in eine neue Prioritätenliste einordnen. Und auch unser Reden und Den- ken. Gerade in den kommenden Wochen der poli- tischen Aufgeregtheit im Wahlkampf: Was würde Jesus tun? Ich möchte nachfragen, Meinungen zu Ende denken und nicht auf Halbwahrheiten und Verschwörungsthe- orien hereinfallen. Ich möchte Jesu Lebenshaltung spiegeln, in dem ich auf Menschen zugehe und dafür werbe, dass sie auch seiner Zusage vertrauen. Aus diesem Jesus-vertrauen entsteht Frieden. Das taugt als Maßstab gerade in der Auseinandersetzung dieser Tage. Es macht uns stark und aufrichtig selbstbewusst, dass dieser Herr, dieser auferstandene Jesus alle Zeit umfasst und auch in unserer Zeit da ist. So will ich heute mit Jesus leben. Denn er ist lebendig von Zeit zu Ewigkeit. Und welche anderen "Herren" können dies von sich sagen?

….meint Ihr Pfarrer
Andreas Gräßer