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Langsam und schnell…

Ganz langsam fährt ein Auto vor mir her. Er zuckelt und bremst, er wartet an jeder Kreuzung extra lange. Und ich rege mich auf. Kann er nicht schneller fahren? Endlich biegt er ab. Ein alter Mann sitzt drin. Vielleicht fahre ich in einigen Jahrzehnten genauso….? Ein Anruf durchbricht meine Gedanken: Haben Sie nicht meine Mail gelesen? Ich hatte Ihnen vor drei Stunden geschrieben. Ich spreche mit betontem Verständnis und erkläre meine Langsamkeit. Warum sind wir so schnell und getrieben? Warum muss alles in noch kürzerer Zeit erledigt werden? Dabei bleibt manches Gespräch auf der Strecke, manches Nachdenken findet gar nicht mehr statt, manche Begegnung beschränkt sich auf oberflächliche Mitteilungen. Die Bibel erinnert uns im Monatsspruch für Juli: Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. (Jak 1,19) Gott lädt uns ein, öfters mal passiv zu sein. Also zuhören. Den anderen ausreden lassen. Also nicht schnelle Reden, voreilige Entscheidungen und Urteile auf Vorrat äußern. Vielmehr sollen wir langsam in der Wortwahl, bedächtig abgewogen sprechen und uns Zeit nehmen. Sich auf den Mitmenschen einlassen, ehe man weiß, versteht und urteilt. Wer zuhört, bekommt etwas. Wer in Ruhe Worte aufnimmt, wird bereichert. Manchmal bin ich so in meinen Ge- danken, dass meine Frau oder die Kinder mir etwas zweimal sagen müssen. Ich habe nicht zugehört. Ich war nicht aufnahmebereit. Dabei wünscht sich Gott gerade darin Schnelligkeit und Aufmerksamkeit. Auch in Bezug auf Gottes Re- den. Wie oft bete ich schnell und höre langsam? Wie oft überhören wir seine Worte der Bibel im schnellen Alltag und sind selbst ständig aktiv? Wer Gottes Worten zuhört, hört Gottes Weisheit, seine Liebe und seinen Trost. Er wird bereichert. So bekommt das eigene Reden einen neuen Grund. Nicht das schnelle, erste und lauteste Reden ist wichtig, sondern das gute Wort. Das kommt aus der Stille. Und man wird langsam zum Zorn. Gott verbietet nicht den Zorn, das engagierte Kämpfen, den Ausbruch an Energie, wenn es an der Zeit ist. Aber erst, wenn es an der Zeit ist. Das spürt man aus dem Hören. Vor allem aus dem Hören auf Gott. Mancher Konflikt, mancher Stress lässt sich so vermeiden. Und wir sind nicht mehr Getriebene, sondern Beschenkte. Vielleicht können Sie sich im Juli Zeit nehmen zum Hören und Zuhören? Im Sommer und in den Ferien den Kindern, dem Ehepartner, den Eltern und den Freunden neu zuhören. Und Gott… …meint Ihr Pfarrer Andreas Gräßer Aus dem Kirchenvorstand Strukturgespräche In verschiedenen Arbeitsgruppen wird nun die Ausformung eines Kirchgemeindebundes Plauen erarbeitet. Die Zusammenarbeit der Plauener Kirchgemeinden wird enger und zielorientierter werden. Auch werden sich manche gewohnte Zustände verändern. Wie es im Einzelnen werden wird, darüber sprechen wir miteinander. Als Kirchgemeindebund muss jeder Kirchenvorstand den Entscheidungen zustimmen. Es ist ein Konsensmodell, welches versucht, möglichst viele Belange und Eigenheiten der Gemeinden zu berücksichtigen. Da es nur 8 Gemeinden geben darf, die solch einen Bund bilden können, haben die Nachbargemeinden St. Jo- hannis und Straßberg als auch die Gemeinden Al- tensalz und Theuma beschlossen, sich jeweils zu vereinigen. Dies hat den Weg frei gemacht, dass nun folgende Gemeinden ab 01.01.2020 den Kirchgemeindebund Plauen bilden können: St. Johannis mit Straßberg, Paulus-Markus, Luther, St. Stephanus, St. Michaelis, Theuma mit Altensalz, so- wie Jößnitz und Steinsdorf. Die ersten Gespräche verlie- fen in guter Atmosphäre und waren geprägt von sachlichen Fragen und dem gemeinsamen Ziel, mit Kraft und geistlicher Ausrichtung als Kirchen der Region Plauen auszustrahlen. Zudem wurde von den Kirchenbezirkssynoden beschlossen die Kirchenbezirke Auerbach und Plauen zum 01. 01. 2020 zusammenzulegen. Geistlich wird dies begangen am 12. Januar 2020. Diesen Termin bitte vormerken. Gemeindepädagogik Der Kirchenvorstand hat beschlossen, nach einer Sichtstunde in der JG und weiterem Kennenlernen, die Gemeindepädagogin Frau Janine Liebegeld zum 01.09.2019 in die Arbeit der Luthergemeinde hineinzunehmen. Die Anstellungsmodi müssen noch mit dem Landeskirchenamt abgeklärt. Vielleicht können Sie sich im Juli Zeit nehmen zum Hören und Zuhören? Im Sommer und in den Ferien den Kindern, dem Ehepartner, den Eltern und den Freunden neu zuhören. Und Gott…
meint Ihr Pfarrer
Andreas Gräßer