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Nicht durch Wut, sondern durch Dank…

Als vor 30 Jahren im Oktober alle bangten und hofften, ob Veränderungen, ob Freiheit und Demokratie eine Chance bekommen, standen alle zusammen. Mit Kerzen in der Hand.
Und heute 30 Jahre danach?
Natürlich gibt es nicht bei allen blühende Landschaften und wir sehen auch Fehlentwicklungen, die die Einheit mit sich brachte. Aber Wut und Verdrehung der Tatsachen sind keine Lösungen. Die "Wende" wird nicht erst jetzt zum Ziel gebracht durch Frust und kurze Parolen, sondern, wie ich meine, durch Dank zu Gott.
Nun danket alle Gott, mit Herzen Mund und Händen, der große Dinge tut... Gott zu danken heißt nochmals zu spüren und zu bezeugen: Damals hätte es anders ausgehen können. Damals war sein Frieden sichtbar und spürbar dabei und er hat es gut geführt. Gott hat unserem Volk unverdient und aus Gnade exakt 40 Jahre nach Staatsgründung der DDR hier in Plauen ein erstes Zeichen gesetzt, dass Diktatur und Niedergang ein Ende haben wird. Das ist das Datum Plauens. Nirgends in Deutschland ist dieser Tag so bedeutsam, prophetisch gewesen. In Berlin hat man die DDR gefeiert und hier in Plauen rief Superintendent Thomas Küttler den Zigtausenden zu, friedlich zu bleiben und wiederzukommen. Zuvor waren am 05. Oktober die Friedensgebete in der Markuskirche.
Nun danket alle Gott, dies ist auch Auftrag heute.
Gott zu danken, dass er diese friedliche Revolution gelingen ließ. Und Gott zu danken für alles was gelungen ist. Wie viele Schandflecken in unserer Stadt und in der Natur konnten beseitigt werden, wieviel neuer Wohlstand mit Reisemöglichkeiten ist Realität geworden. Keine Mauer, kein Stacheldraht hindern uns nach Bayern oder in die USA zu reisen. Und wie gut sind Begegnungen mit Ost und West in den vergangenen Jahrzehnten gewesen, zerrissene Familien konnten sich wiederfinden….
Dank zu Gott meint, die Stimme nicht nur den negativen Meldungen zu geben. Dank zu Gott meint, aus Dankbarkeit heraus mitzugestalten. Missstände ansagen und Lösungen herbei zu führen. Aber Wut und verletzende Worte, Diffamierung und Diskriminierungen sind Ausdruck von bitterer Undankbarkeit. Das verdirbt das miteinander.
Nun dankt alle Gott…. der große Dinge tut.
Ob wir dies auch wieder erbitten und glauben können für unsere Zeit? Wir blicken ja nicht nur zurück und mancher von uns hat Sorgen und Angst in der Zukunft. Viele Fragen werden politisch kontrovers diskutiert. Lösungen scheinen unmöglich zu sein… Gott wird auch weiterhin große Dinge tun, wenn wir ihn bitten und aus Dankbarkeit zu ihm uns leiten und führen lassen.
Friedensgebete, persönliche Fürbitten und auch fordernde Gespräche mit den Verantwortlichen sind heute genauso wichtig wie damals. Aber lasst es uns aus Dankbarkeit zu Gott tun und hoffnungsvoll bleiben…
meint Euer / Ihr Pfarrer
Andreas Gräßer